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Slalom Interlaken

1.    Rang Zahnd Hansueli              2.49.64
3.    Rang Werthmüller Thomas   2.55.20
5.    Rang Grossmann Heinz          2.57.45
1.    Rang Bürki Martin                   2.31.37
2.    Rang Bürki Mike                      2.33.53
3.    Rang Werthmüller Joel          2.40.78
5.    Rang Holzer Walter                2.44.50
7.    Rang Gfeller Heinz                 2.55.78
4.    Rang Tschirky René                2.35.14
6.    Rang Fuhrer Ruedi                 2.36.62
19.  Rang Lauber Marcel              2.51.02
4.    Rang Beiner Jürg                    2.32.63
12.  Rang Tarnutzer Koni              2.44.96
1.    Rang Sattler Sven                   2.52.00
2.    Rang Aebi Marcel                  3.03.98
1.    Rang Mürner Pierre              2.51.33
3.    Rang Spring Andreas            3.06.82
1.    Rang Ruesch Thomas           2.43.99

Am Freitag 7.04.17 war der Flugplatz von Interlaken schon fast vollständig besetzt mit Rennfahrzeugen, Camper, Anhänger und vielen motivierten Fahrer. Auf die Sonne mussten wir auch nicht warten. Nach einer sehr kalten Nacht wurde es von Stunde zu Stunde wärmer und die schnellsten Zeiten wurden mehrheitlich im Training gefahren.  Es war förmlich zu spüren, dass die Fahrer alle froh waren, dass die lange Winterpause endlich ein Ende fand. Die Atmosphäre auf dem Platz war somit sensationell und alle waren sehr gesprächig. Ich konnte endlich mein schwarzes Notizbüechli einweihen. 😉 Merci nochmals Jürg. Aus diesem Grund war natürlich auch Jürg der erste Fahrer welcher ich interviewte. Wie sicher alle mitbekommen haben; ist Jürg`s BMW leider noch nicht fertig. Deshalb setzte er sich kurzerhand in Bruno Ianiello`s Rakete, den roten Lancia. Sein Ziel war es in seiner Gruppe zu gewinnen. (Sicher nicht zuletzt wegen einer gewissen Wette). Jürg fuhr sensationell, leider war sein bestes Resultat im 2. Trainingslauf. Die Nervosität konnte er dann auch nicht mehr verstecken, trotz allem ist Jürg ein sehr gutes Rennen gefahren. Auch an den Lancia muss man sich zuerst gewöhnen. Tinu war sehr bescheiden als ich nach seinem Ziel fragte: auf`s Podest war seine Antwort. Ja ich kenne ihn bekanntlich schon sehr viele Jahre und wusste natürlich auch wo auf das Podest. Natürlich in der Mitte. Bravo das gelang ihm auch. Mike nimmt schon alles einwenig lockerer, er kam am Samstagmorgen nach Interlaken. Somit reichte es auch nicht für eine Streckenbesichtigung, scheint auch nicht nötig zu sein. Gell, Du bist Paps auch so schon nach gekommen. Koni erklärte mir am Freitag, dass er hoffe beide Rennläufe bestreiten zu können. Was leider nicht der Fall war. Schade René hatte wohl noch zuwenig abgespeckt (am Auto). Denn er wollte bis zum Rennende nichts mehr essen wegen dem Gewicht. Nach den Rennläufen strahlte er und war sehr zufrieden. Bin aber ehrlich nicht ganz sicher wie wenig er ass, denn der Magen knurrte noch nicht. Thomas Ruesch war sehr „bescheiden“ und erklärte er möchte gewinnen. Was er auch tat. Joel war auch sehr happy, muss sich jetzt aber an das neue Fahrverhalten von seinem Peugeot gewöhnen. Tom war auch zufrieden und Hansueli strahlte förmlich über seine super Zeit. Heinz, (Hegeb) hatte leider eine Pilone tuchiert, schade wäre sonst eine gute Zeit gewesen. Walä fuhr auch ein gutes Rennen. Heinz Gfeller schmunzelte und meinte: warte noch ein paar Rennen, denn dann ist mein Auto auch bereit. Steht wohl noch eine kleine Arbeit an. Marcel Lauber möchte nicht dass Hegeb arbeitslos wird und hat wieder einmal einen Spoiler beschädigt. Nahms aber mit Humor. Auch die restlichen Fahrer waren sehr zufrieden.
Ist doch eine super Leistung im ersten Rennen von der Saison sind alle 18 Fahrer welche unter MB Motorsport Team starteten mit sehr guten Resultaten klassiert worden. BRAVO
Ich hoffe Euch in Frauenfeld wieder zusehen.
Geschrieben von Heidi Bürki

   
 
 
 
     

Quer, quer und nochmals quer

Am 14. Februar 2017 haben Martin und Jürg die neue MB-Motorsportsaison 2017 eröffnet und hoch oben in Lappland eingekuppelt. Im Land der Rentiere, auf dem Gelände von Keke Rosberg, in der Akademie von Rallye – Legende Armin Schwarz, das kann ja nur ein würdiger Start in die neue Motorsportsaison sein.
Aber alles der Reihe nach.
Treffpunkt war am 13. Febr. am Flughafen Zürich. Zusammen mit Heidi haben wir gefrühstückt und Heidi wäre auch gerne mitgekommen. Nicht unbedingt zum Fahren, sondern um das Land der Rentiere kennen zu lernen.
Von Zürich im Direktflug nach Helsinki und von Helsinki nach Kittylä mit dem Bummler mit Zwischenhalt in Ivolo, damit alle Asiaten aussteigen konnten, die das Nordlicht als erotisierende Erfahrung erleben wollten.
Am Flughafen wurden wir von der Crew von Armin Schwarz schon erwartet, es folgte der Transfer zum Hotel, check in und anschliessend gemeinsames Nachtessen mit der ganzen Quer-Fahrtruppe.
Rentiergeschnetzeltes – gewöhnungsbedürftig.
Am nächsten Morgen ging es endlich los, um 08.00 Uhr wurden wir im Hotel in Levi abgeholt und fuhren ca. 15 km zum Rallyegelände von Armin Schwarz. Es gab eine kurze Einführung für die nächsten 2 Tage, Zeitpläne wurden bekannt gegeben und vor allem wurde uns mitgeteilt, was zu tun ist, wenn einem das Talent ausgeht und das Auto abseits der Strecke parkiert hat. Nun noch schnell die Autos verteilen, ausnahmslos neue Subaru sti mit Spikes und für MB ein Gruppe N Subaru, die schon mit laufenden Motoren und geheiztem Fahrgastraum vor der Pausenhütte bereit standen und so ging es zur ersten Übung, «Slalomfahren». Armin Schwarz zeigte es vor, Anschwingen – Lastwechsel – Querschub – Lastwechsel – Querschub – Lastwechsel usw. Sieht einfach aus, wenn es einer in Perfektion kann. Selber am Lenkrad ist es auf einmal nicht so einfach. Zu spät, zu wenig / zu viel Gas, zu wenig konsequenter Lastwechsel, Puff am Lenkrad, nicht mehr Wissen wohin die Vorderräder zeigen usw., mit jeder Runde ging es aber besser. MB machte schon von Anfang an eine gute Falle. Die zweite Übung war die Doppel – Acht, da ging es schon zügiger zur Sache, wer es gut konnte fuhr alles im 3. Gang, bei dem einen oder anderen ist bei dieser Übung bereits das erste Mal das Talent ausgegangen. Die dritte Übung war das Kreis driften. Das war die einfachste Übung. Bei dieser Übung konnte man eindrücklich erleben, wie man mit einem Allradfahrzeug und der Position der Vorderräder in Kombination mit dem Gaspedal den Kreis vergrössern oder verkleinern kann, das Fahrzeug quer raustreiben lassen oder schnell wieder auf den engsten Kreis bringen kann. Nun gab es Mittagspause bei Lachssuppe und Salat. Es wurde rege diskutiert während dem Essen und anschliessend erläuterte Armin den ersten Rallye – Parcours durch das hügelige Waldgelände. Mit der Ermahnung, man möge bitte zuerst die Strecke kennenlernen, bevor wir Vollgas geben, ging es los. Streckenlänge ca. 3 km, rauf und runter und jede Menge Kurven. Mit jeder Runde ging es besser und schneller, manchmal stellte man das Heck an die Schneemaden oder küsste mit der Front den Kurvenscheitel (gell MB), nach 45 min. Gab es wieder Pause mit Kaffee und Schokolade für die Nerven. Nun folgte die gleiche Strecke in die entgegen gesetzte Richtung. Kein Problem, dachte ich mir, da kann ich ja schon in der ersten Runde Angasen. Das bisschen in die andere Richtung wird mein Hirn wohl noch schaffen. Auf einmal sehe ich im Rückspiegel das Gruppe N Auto mit MB am Lenkrad. Leichte Nervosität kam auf, ich nahm aber die Herausforderung an. Ist doch schön, wenn MB einmal den Auspuff von meinem Auto anschauen darf, normalerweise ist es umgekehrt. 3 Kurven später kam es so, wie es kommen musste, es ist mir nicht das Talent ausgegangen, aber die Strasse ;-)). Ich habe das Auto auf der Schneemade parkiert, während MB quer an mir vorbeizog und sich vor lauter Lachen fast in die Hosen machte. Mir blieb nichts anderes übrig, als per Funk das Bergefahrzeug zu organisieren, damit ich auch wieder weiterfahren konnte. Bekanntlich bestraft der Herrgott sofort, und keine 24 Std. später war MB auf Abwegen und zu seinem Leidwesen habe ich es noch mit der Kamera für die Nachwelt festgehalten ;-)).In diesem Stiel ging es die ganzen 2 Tage, immer wieder neue Strecken, zwischendurch hörte man Armin über Funk sagen, «schneller geht es nicht mehr Martin, glaub es mir, schneller geht nicht» oder «Martin, so wie du das Auto anstellst, wärst du auch ein guter Rallyepilot».Das Fahren hat richtig Spass gemacht, auch wenn man nach 2 Tagen Querfahren auch gerne wieder einmal ein bisschen Gripp hätte. Am Schluss vom zweiten Tag durften alle einmal mit Armin oder Rene mit der Rallyebereifung und langen Spikes, als Beifahrer im Rallyetempo einen Parcours mitfahren. Auch das war ein eindrückliches Erlebnis. Kulinarisch waren wir noch in einem Steakhouse und in einer Kitta, das ist eine runde Rentier-Hirtenhütte mit offenem Feuer in der Mitte, wunderbarem Lachs vom Feuer etc.
Am vierte Tag war wieder Heimreise angesagt, wo wir in Zürich von Heidi herzlich in Empfang genommen wurden und sogleich ein Steakhouse in Dietikon besuchten. Rindfleisch ist halt schon feiner als Rentierfleisch. Martin und Jürg hatten mächtig Spass am Querfahren, mussten sich mit ihrem Können nicht verstecken, manchmal ging die Strasse aus, aber niemals das Talent.
Und wie schon eingangs erwähnt, es wurde für die Motorsportsaison 2017 eingekuppelt.

Was war vor 10 Jahren?
In dieser Saison fuhren sieben aktive Piloten fürs MB Motorsport Team. Sie bestritten insgesamt 28 Slalom Rennen und 19 Bergrennen in diversen Kategorien und Gruppen. Das MB Motorsport Team durfte sich in dieser Saison über 24 Podestplätze freuen. In diesem Jahr beendete Christoph Rohr die Slalom Saison auf dem 20. Schlussrang und Martin Bürki auf dem 26. Rang. In der Bergmeisterschaft für Tourenwagen erreichte Martin Bürki den 17. Schlussrang. Ein Highlight in dieser Saison war sicher die Mietung durch Martin Bürki von einem Lancia S4 von Bruno Ianiello. In Frauenfeld noch vom Pech verfolgt konnte Martin in Saanen dan zeigen das auch er dieses Fahrzeug schnell und präzise bewegen kann. Er konnte mit seiner Fahrt in 1.32.11 den vierten Schlussrang im gesamt Klassement realisieren und musste sich nur von Slalom spezialist Fritz Erb als Fahrzeug mit Dach geschlagen geben.